Kunas Modernus
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Lichtblick

Im Rahmen der Initiative GRAUER BUS zeigt die esistso!company das Tanztheaterstück
Lichtblick
Eine choreographische Arbeit von Gerda Raudonikis

Am 30. Januar 2015, um 19.00 Uhr, in der Magnikirche, Hinter der Magnikirche 7, Braunschweig

Das Tanztheaterstück nahm mich mit auf eine experimentelle und teils skurrile Reise. In einer Stunde huschten mir mehrere Lächeln über die Lippen, wenn ich sah, mit wie viel Leidenschaft die esistso!company performte. Dennoch wusste ich nie, was im nächsten Akt passieren würde. Das Theaterstück hatte das geschafft, was so viele angebliche Kunstwerke, die ich mir bisher ansah, nicht schafften: Ich blieb im Moment. Ich blieb im Hier und Jetzt.

Die esistso!company hielt mir im sinnbildlichen wie auch im wörtlichen Sinne einen Spiegel vor, als einige Darsteller zu fernen Klängen, die durch die Kirche hallten, mit Holzrahmen durch den Raum tanzten, die mit halb durchlässiger Spiegelfolie bezogen waren und diese auf die Gesichter des Publikums richteten. Als Zuschauer sah ich mich, aber auch den Darsteller hinter meinem Spiegelbild.

Ich sah durch die Reflektion mein Spiegelbild in dem Darsteller und zugleich den Darsteller dahinter; wie eine untrennbare Projektion. So musste ich daran denken, wie oft wir uns selbst in unserem Gegenüber sehen. Fragen wie: »Was wäre, wenn ich«, sollten jedem von uns bekannt vorkommen. Das Leben ist ein Wechselspiel aus wahrnehmen und wahrgenommen werden, wobei das, was wahr ist, nur subjektiv zu sein scheint. Denn ich glaube, dass jeder Zuschauer, eine andere Wahrheit in der Wahrnehmung wahrgenommen hatte.

Die Frage, ob es Kunst ist, wenn wir hinsehen, lässt sich wahrscheinlich genauso gut beantworten, wie die Frage, ob es einen Mond gibt, wenn niemand hinsieht. Einige sehen schwarz, einige sehen einen Mond. Und ich? Ich sah in diesem Fall den Lichtblick, den das Stück versprach ...

... und wenn ich daran denke, wie viele Kunstwerke ich mir bisher ansah und wie wenig davon meiner Vorstellung von Kunst entsprachen, umso mehr freue ich mich, dass ich in der St. Andreaskirche endlich wieder einen künstlerischen Lichtblick entdecken und sogar ein Teil von ihm werden durfte.

Jasmin Rychlik

esistso!company: Kadir Akyüz, Stefan Bogdoll, Gabriele Daskiewicz, Stefan Heims, Sebastian Koenders, Dorota Ostojski, Petra Pressel, Linda Rohloff, Ugur Salcan, Kathrin Schrader, David Somrei | Regie/Choreografie: Gerda Raudonikis | Gruppenleitung: Dorota Ostojski | Orgel: Hans-Dieter Karras | Musikkomposition: Peter M. Glantz | Kostümbild: Eva-Maria Huke | Fotografie: Uwe Brodmann

Gefördert von: Lebenshilfe Braunschweig, Aktion Mensch, Stiftung Mundstock, Stadt Braunschweig






Im Rahmen der Initiative GRAUER BUS zeigt die esistso!company die Ausstellung
Hinter den Kulissen
Mit Fotografien von Uwe Brodmann über die esistso!company
am 30. Januar 2015 in der Magnikirche, Hinter der Magnikirche 7, Braunschweig

Seit einigen Jahren begleitet der Braunschweiger Fotograf Uwe Brodmann die esistso!company der Lebenshilfe Braunschweig bei der Arbeit in den Werkstätten, im Privaten Umfeld und bei den Theaterproben und -aufführungen. Die neuesten Bilder stammen von den Proben des Tanztheaterprojekts »Lichtblick«.

Gefördert von: Lebenshilfe Braunschweig, Aktion Mensch, Stiftung Mundstock, Stadt Braunschweig




Wahre Liebe

Wahre Liebe - mit und ohne Ball
Ein Tanzstück von Gerda Raudonikis

Premiere: am 23. April 2015, um 20.00 Uhr
SOCCAFIVE ARENA, Hamburger Str. 52, 38114 Braunschweig
Weitere Aufführungen am 24./25. April 2015, jeweils um 20.00 Uhr

In dem Tanztheater »WAHRE LIEBE – mit und ohne Ball« werden professionelle Tänzerinnen, Fußballer der »Sportfreunde Braunschweig e.V.« und der »Löwenkickers Fußballschule Torsten Sümnich« gemeinsam agieren. Als Bühne wird ein durch ein Schutzgitter gesichertes Spielfeld der SOCCAFIVE ARENA in der Hamburger Straße dienen.

»Fußball hat doch überhaupt nichts mit modernem Tanz zu tun!« Wer so denkt, war nie beim Fußballtraining dabei. So viele Bewegungselemente wirken bereits tänzerisch, und schließlich läuft auch das Agieren einer Mannschaft bei einem modernen Fußballmatch nach genau festgelegten Choreographien ab.

Fußball braucht Solo-Artisten und ist zugleich ein Mannschaftsspiel. Viel Platz für zwischenmenschliche Dialoge durch Bewegung. Und dazu kommt immer das Agieren mit dem Ball ...

Viele Anstöße, ein gemeinsames Tanztheaterstück zu realisieren; sich auseinander zu setzen mit den unterschiedlichen Bewegungsformen und nach Möglichkeiten zu suchen, diese spannend zu verbinden...

Solche Prozesse stehen bei Kunas Modernus und Gerda Raudonikis von Anfang an im Vordergrund. Begonnen mit Kampfsportlern, über Skater, Kickboxer und Breakdancer, bis hin zu Turnern und Synchronschwimmern – immer stand das Crossover der Bewegungsformen im Vordergrund.
Interessanteste Inszenierungen entstanden. Nebenbei hat das Tanztheater seine Fangemeinde um neue Zuschauergruppen erweitern können.

Auch bei diesem Projekt werden junge Sportbegeisterte an das Tanztheater, an Kultur herangeführt.
Extra komponierte Livemusik, E-Gitarre und Percussion, sorgen für Spannung und Atmosphäre auf dem »Rasen«.

Das Team: Tanz: Ufouma Essi, Jill Niesporek, Marie Theres Zechiel | Fussball: Steven Burek, Robert Chall, Christoph Driburg, Timo Homann, Dennis Zanotti und die »Löwenkickers Fußballschule Torsten Sümnich« vom ehemaligen Eintrachtspieler | Regie/Choreografie: Gerda Raudonikis | Dramaturgie: KarlHeinrich Weghorn | Gruppenleitung: Torsten Sümnich | Kostüme: Eva-Maria Huke | Musikalische Leitung/Percussion: Sebastian König | E-Gitarre/Stick: Michael Fischer | Fotografie: Uwe Brodmann | Assistenz: Melanie Sapendowski

Das Projekt wird begleitet und unterstützt vom früheren Braunschweiger Nationalspieler Bernd Gersdorff (Schirmherr).




Inseltraum

Der Inseltraum
esistso!company | Eine choreographische Arbeit von Gerda Raudonikis

Premiere: am 25. November 2015, um 20.00 Uhr
im LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig
Weitere Aufführungen am 26. November 2015, 11.00 Uhr, und 27. November, 20.00 Uhr

Inseln – Orte der Extreme. Extrem einsam, verflucht, eingeschlossen oder sicher, geschützt, idyllisch – Inseln der Seligen. Das Paradies.

Ob Glück, Abenteuer oder Horror, Inseln sind Traum-Orte, auf die wir all unsere Sehnsüchte und Ängste projizieren können. Die Weltliteratur zeigt unzählige Varianten von Ithaka über Utopia bis Atlantis und Elba. Wie reizend muss es sein, so fern von aller Welt, diese Idylle, diesen Frieden zu erleben. Wie furchtbar, von der Inselgemeinschaft beobachtet, durchschaut zu sein. Oder, aber allein und einsam auf der Suche nach einem Freitag.

Auch Menschen sind Insel-gleich. Im Positiven wie im Negativen. Oft in der Masse der Großstadt und nicht auf einer Insel findet man die Einsamkeit und Anonymität.

Eigentlich sind Inseln alle verbunden, nur die Tiefe des sie umgebenden Meeres unterscheiden sie. Von diesen Gegensätzen handelt das Tanztheater-Stück »Der Inseltraum« der esistso!company. In ihrem neuen Stück setzt sich die esistso!company mit dem Menschen und der ihn umgebenden Welt auseinander.

»Der Inseltraum« ist einer Metapher ...

Regie und Choreografie übernimmt Gerda Raudonikis. Premiere ist am 25.November 2015 im LOT Theater, Braunschweig. Weitere Aufführungen im LOT-Theater folgen am 26. und 27. November. Geplant sind außerdem Auftritte 2015 und 2016 im Stadttheater Kalizs, Polen, beim Theater Festival im Theaterpädagogischen Zentrum Hannover, beim Festival »Außer der Reihe« zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Beeinträchtigung in Braunschweig und beim »Klatschmohn« Festival in Hannover.

esistso!company: Kadir Akyüz, Stefan Bogdoll, Gabriele Daskiewicz, Stefan Heims, Sebastian Koenders, Dorota Ostojski, Petra Pressel, Linda Rohloff, Ugur Salcan, Kathrin Schrader, David Somrei | Regie/Choreografie: Gerda Raudonikis | Dramaturgie: KarlHeinrich Weghorn | Gruppenleitung: Dorota Ostojski | Tanz: Marie Theres Zechiel | Musikkomposition: Peter M. Glantz | Bühne/Kostüme: Eva-Maria Huke | Fotografie: Uwe Brodmann | Assistenz: Melanie Sapendowski